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Tipps & Tricks

Reinigung und Pflege von Textilien

Heutige Textiljacken und -hosen können in der Waschmaschine problemlos gewaschen werden. Aber bitte nur bei 30 Grad im Schongang und nur ein flüssiges Feinwaschmittel oder spezielles Waschmittel für Membran Bekleidung (erhältlich im Moto Corner), sonst kann die Klima-Membrane zerstört werden. (Beachten Sie die Waschetikette in Ihrem Kleidungsstück). Vor dem Waschen müssen alle Protektoren und das Innenfutter entfernt werden, sie könnten beim Waschen schaden nehmen. Sind die Töffkleider gewaschen, sollten sie bis zur vollständigen Trocknung aufgehängt werden (nicht im Tumbler trocknen!). Zur Unterstützung der Membranfunktion kann der Oberstoff mit Imprägnierspray für Textilien eingesprüht werden.

Reinigung und Pflege von Leder

Kombis und Jacken aus Glattleder haben den Vorteil, dass man sie nach der Fahrt schnell und wirksam mit einem feuchten Tuch reinigen kann. Die Lebensdauer des Leders kann verlängert werden, indem man es nach der Reinigung - aber erst, wenn das Leder trocken ist - mit geeignetem Lederfett einreibt. (Achtung!!! Bei weissem Leder spezielles Pflegemittel verwenden welches nicht vergilbt!) Dabei ist zu beachten, dass man wirklich sparsam mit dem Fett umgehen sollte. Leder atmet. Wenn es also zu stark eingefettet wird, "erstickt" es, und es bilden sich weisse Rückstände. Am besten wird das Fett mit einem Schwämmchen mit Kreisbewegungen aufs Leder aufgetragen. Nach der Behandlung sollte das Fett auf dem Leder nicht sichtbar sein (Glanz). Die Behandlung mit Lederfett empfiehlt sich dabei besonders vor dem Einmotten. Wie bei den Textilstoffen können auch Lederteile - in nicht gefettetem Zustand - mit einem Leder-Imprägnierungsspray eingesprüht werden. Obschon das Leder niemals komplett wasserdicht sein wird, perlt das Regenwasser immerhin für eine Weile ab, und das Leder saugt sich nicht bei jedem Platzregen voll. Wie beim Imprägnieren von Textilien gilt auch hier: Massvoll anwenden, mehr ist nicht besser. Das altbewährte Regenkombi sollte sowieso stets mitgeführt werden.

Die richtigen Handschuhe

Die wahren und echten Motorradfahrer verzichten bekanntlich auch im Winter nicht ganz auf ihre Leidenschaft. Sie satteln ihr Bike selbst dann, wenn das Quecksilber gegen null tendiert. Eine gute Konstitution und ein eiserner Wille den garstigen Bedingungen zu trotzen sind hilfreich, doch nützt alles nichts wenn die Ausrüstung nicht stimmt. So ist es nicht nur unangenehm, sondern schlicht sehr gefährlich, den Töff mit steifen Fingern zu pilotieren.

Das einfachste Gegenmittel ist ein guter Handschuh, der vor Kälte schützt und doch genug Griffgefühl bietet. Damit die Wärmeisolierung nicht zur Hand-Sauna wird, ist von einem modernen Handschuh zu erwarten, dass eine Klimamembrane vorhanden ist, die also Schweissdampf abtransportiert, dabei aber wasser- und winddicht ist. Letzteres ist im Winter noch wichtiger als sonst, denn nasse Innereien sind etwa so wirkungsvoll wie wollene Badehosen.

Die besten Materialien wiederum nützen wenig, wenn man den Handschuh nicht gut abgedichtet anziehen kann. Dabei spielt eine lange Stulpe die Hauptrolle, die zudem mit Vorteil so konzipiert ist, dass es gelingt, die Handschützer ohne fremde Hilfe anzuziehen.

Der Nierengurt: SINN UND ZWECK
Der Nierengurt: SINN UND ZWECK
Gürteltier

Er führt ein Schattendasein, sieht nicht sonderlich spektakulär aus und ist entsprechend kaum in der Vitrine ausgestellt. Die Rede ist vom Nierengurt. Ein unentbehrlicher Baustein für rundum funktionierende Schutzbekleidung?

Die Nieren

Der Mensch sollte gut auf sie aufpassen, sind sie doch für die Entgiftung des Körpers bzw. die Blutreinigung, die Blutdruckregulation und den Körperflüssigkeitshaushalt von immenser Bedeutung. Um schmerzhaften und unter Umständen langwierigen, nur teils durch ärztliche Behandlung heilbaren Nierenkrankheiten vorzubeugen, sollen Motorradfahrer einen Nierengurt tragen. Schliesslich sind sie dem Fahrtwind ausgesetzt, der die Organe unterkühle, die deswegen schlechter durchblutet und dadurch anfälliger für Entzündungen würden. Heisst es gemäss Überlieferung.

Skepsis

Auf Anfrage meinte ein Urologe des Universitätsspitals Zürich nach gründlicher Recherche in der Fachliteratur allerdings, dass Kälteeinwirkung (Fahrtwind) den Nieren allenfalls insofern schaden könnte, als dass sich die Gefässe im Bereich der Schleimhäute der ableitenden Harnwege verengen könnten. Die Konsequenz wäre eine erhöhte Infektionsgefahr. Dies ist jedoch nur eine Vermutung des Experten.
Von Nieren, die sich auf Grund mechanischer Vibrationen senken würden (was auch oft behauptet wird), will der Urologe übrigens noch nie etwas gehört haben. Selbst der Dienstarzt Nephrologie, verantwortlich für Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen, kann sich nicht vorstellen, dass sich der Fahrtwind beim Motorradfahren negativ auf die Nieren auswirkt. Begründung: Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Kälte durch Fahrtwind den Nieren schadet. Möglich also, dass der Nierengurt mit den Nieren eigentlich wenig zu tun hat.
Erstaunlich ist jedoch, dass sowohl Experte Urologe wie auch Experte Nephrologe – beide Motorradfahrer – regelmässig mit Nierengurten unterwegs sind. Dies allerdings mit dem Ziel des rein mechanischen Schutzes im Falle eines Sturzes. Weiter konstatieren sie, dass der Nierengurt das Kreuz stützt.
Auch wenn der Nutzen nicht zweifelsfrei feststeht, trägt der Nierengurt zum körperlichen Wohlbefinden bei, stützt das Kreuz jener Fahrer, die fälschlicher- oder sportlicherweise in Buckelstellung unterwegs sind, und schützt - sofern mit integriertem Rückenprotektor - die Wirbelsäule.

Passt er?

Nierengurte - ob mit oder ohne Rückenprotektor - werden in der Schweiz noch immer sehr gut verkauft.
Speziell für Sommertage eignen sich Produkte, die auf atmungsaktiven Textilien basieren. An frostigen Tagen kann man auf Gurte mit eingenähtem Vlies zurückgreifen. Für Frauen mit akzentuierter Taille oder Männer mit sportlicher V-Statur gibt es im Fachhandel Nierengurte, die entsprechend geschnitten sind und deshalb nicht rutschen.
Der Nierengurt sollte satt am Körper anliegen. Deshalb muss der Gurt sorgfältig anprobiert werden - besonders mit integriertem Rückenprotektor. So kann es sein, dass der Rückenpanzer im Stehen passt, in Kauerstellung jedoch im Genick anstösst. Ein Sturz könnte fatale Folgen haben. Es ist also wichtig, sich beim Kauf von Fachpersonal beraten zu lassen und sich beim Probesitzen auf dem (wenn möglich eigenen) Motorrad zu vergewissern, dass der Protektor in seiner Länge passt.

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